Produktbeschreibung von Natriumdichlorisocyanurat CAS#2893-78-9
Natriumdichlorisocyanurat ist ein weißes kristallines Pulver mit starkem Chlorgeruch und einem Gehalt an verfügbarem Chlor von 60 %–64,5 %. Es besitzt eine gute Stabilität, wobei der Gehalt an verfügbarem Chlor bei Lagerung unter heißen und feuchten Bedingungen nur um etwa 1 % abnimmt.
Natriumdichlorisocyanurat ist gut wasserlöslich, mit einer Löslichkeit von etwa 25 % bei 25 °C. Seine wässrige Lösung ist schwach sauer, mit einem pH-Wert von 5,8–6,0 für eine 1%ige Lösung. Der pH-Wert ändert sich mit steigender Konzentration nur geringfügig. Bei Auflösung in Wasser bildet es hypochlorige Säure mit einer Hydrolysekonstante von 1 × 10⁻⁴, die höher ist als die von Chloramin-T.
Obwohl die wässrige Lösung eine relativ geringe Stabilität aufweist und ihr Verlust an verfügbarem Chlor durch ultraviolette Strahlung beschleunigt wird, zeigt Natriumdichlorisocyanurat starke desinfizierende Eigenschaften. Selbst bei niedrigen Konzentrationen kann es verschiedene Bakterienvegetativformen, Pilze und Viren schnell abtöten und ist besonders wirksam gegen Hepatitisviren.
Natriumdichlorisocyanurat zeichnet sich durch seinen hohen Gehalt an verfügbarem Chlor, seine starke bakterizide Wirkung, sein einfaches Herstellungsverfahren und seine niedrigen Kosten aus. Es weist eine geringe Toxizität auf und bietet eine stärkere bakterizide Leistung als Bleichkalk und Chloramin-T.
Chlorbegasungsmittel oder saure Chlorbegasungsmittel können auch durch Mischen von Natriumdichlorisocyanurat-Trockenpulver mit metallischen Reduktionsmitteln oder Säuresynergisten und Kaliumpermanganat hergestellt werden. Beim Entzünden erzeugen diese Begasungsmittel Gase mit starken bakteriziden Wirkungen.
Natriumdichlorisocyanurat Chemische Eigenschaften
| Schmelzpunkt | 225°C |
| Dichte | 1 g/cm³ |
| Dampfdruck | 0,006 Pa bei 20 °C |
| Lagerungstemperatur | 0-6°C |
| Löslichkeit | DMSO (leicht, erhitzt), Methanol (leicht, erhitzt, beschallt), Wasser |
| bilden | Pulver zu Klumpen |
| Farbe | Weiß bis nahezu weiß |
| Wasserlöslichkeit | 30 g/100 ml (25 °C) |
| Empfindlich | feuchtigkeitsempfindlich |
| BRN | 4056155 |
| Stabilität | Stabil. Oxidationsmittel – Kontakt mit brennbarem Material kann zu Brand führen. Unverträglich mit starken Basen, starken Oxidationsmitteln. Reagiert leicht mit vielen stickstoffhaltigen Verbindungen unter Bildung von explosivem Stickstofftriiodid. Feuchtigkeitsempfindlich. |
| InChI | InChI=1S/C3HCl2N3O3.Na/c4-7-1(9)6-2(10)8(5)3(7)11;/h(H,6,9,10);/q;+1/p-1 |
| InChIKey | MSFGZHUJTJBYFA-UHFFFAOYSA-M |
| LÄCHELN | C1(=O)N(Cl)C(=NC(=O)N1Cl)[O-].[Na+] |
| EPA-Substanzregistersystem | Natriumdichlor-s-triazintrion (2893-78-9) |
| Gefahrencodes | O,Xn,N,E |
| Risikohinweise | 8-22-31-36/37-50/53-2 |
| Sicherheitshinweise | 8-26-41-60-61-45 |
| RIDADR | UN 2465 5.1/PG 2 |
| WGK Deutschland | 2 |
| RTECS | XZ1900000 |
| TSCA | Ja |
| Gefahrenklasse | 5.1 |
| Verpackungsgruppe | II |
| HS-Code | 29336929 |
| Gefahrstoffdaten | 2893-78-9 (Daten zu gefährlichen Stoffen) |
Produktanwendung von Natriumdichlorisocyanurat CAS#2893-78-9
Natriumdichlorisocyanurat wird häufig zur Desinfektion von Trinkwasser und Geschirr verwendet. Es kann auch zur Desinfektion von Obst- und Eieroberflächen eingesetzt werden, um deren Haltbarkeit zu verlängern.
Es wird in großflächigen Desinfektionsmaßnahmen bei Hochwasser- und Katastrophenhilfe sowie zur vorbeugenden Desinfektion in von epidemischen Infektionskrankheiten betroffenen Gebieten weit verbreitet eingesetzt.
In der Seidenraupenzucht kann Natriumdichlorisocyanurat in Form von Begasung, wässrigen Lösungen oder Pulver zur Desinfektion von Seidenraupenaufzuchträumen, -geräten und -körpern verwendet werden.
Es kann auch zur Vorbeugung und Bekämpfung von Fischkrankheiten eingesetzt werden, die durch Bakterien, Pilze und Algen verursacht werden, und hat bemerkenswerte Wirkungen gegen Viruserkrankungen bei Fischen gezeigt.
Darüber hinaus kann eine 2%–3%ige wässrige Chloraminlösung in Kombination mit anderen Hilfsmitteln verwendet werden, um Wolle oder Wollmischfasern und -gewebe durch Einweichen zu behandeln. Diese Behandlung hilft, Pilling und Schrumpfen von Wolle und Wollprodukten zu verhindern, sodass sie die vom Internationalen Wollsekretariat festgelegten Superwash-Standards erfüllen.




