Neue Erkenntnisse decken die doppelte Wirkung von Ameisensäure als Lebensmittelkonservierungsmittel und möglichen Auslöser von Antibiotikaresistenz auf

2026/08/06 15:17

Eine kürzlich in Frontiers in Microbiology veröffentlichte Studie hat die komplexen Wirkungen von Ameisensäure, einem weit verbreiteten lebensmittelechten Konservierungsmittel, auf pathogene Bakterien aufgedeckt. Die Forschung zeigt, dass Ameisensäure zwar von der FDA aufgrund ihrer antimikrobiellen Eigenschaften für Anwendungen in der Lebensmittelindustrie zugelassen ist, sie jedoch auch einen lebensfähigen, aber nicht kultivierbaren (VBNC) Zustand in schädlichen Bakterien auslösen kann, darunter Acinetobacter baumannii und Klebsiella pneumoniae. In diesem Ruhezustand können Bakterien am Leben bleiben, aber mit herkömmlichen Methoden nicht nachweisbar sein, sodass sie überleben, sich unter günstigen Bedingungen möglicherweise erholen und zur Übertragung von Infektionen sowie zur Entwicklung neuer antimikrobieller Resistenzen (AMR) beitragen können.

Ameisensäure CAS#64-18-6

Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit eines tieferen Verständnisses darüber, wie häufig verwendete Lebensmittelkonservierungsstoffe wie Ameisensäure die bakterielle Virulenz und Resistenzprofile beeinflussen können. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass diese Krankheitserreger bei Einwirkung von Ameisensäure unter Temperaturen, die während der Lebensmittelverarbeitung, -lagerung und -verteilung üblich sind, in einen VBNC-Zustand übergehen können. Darüber hinaus zeigt die Forschung, dass das Entfernen von Ameisensäure die bakterielle Aktivität wiederherstellen kann, wobei die reaktivierten Bakterien eine erhöhte Expression mehrerer virulenzbezogener und AMR-assoziierter Gene aufweisen.

Ameisensäure CAS#64-18-6

Diese Entdeckung wirft erhebliche Bedenken auf, da diese Krankheitserreger in Krankenhausküchen und häufig verzehrten Lebensmitteln nachgewiesen wurden, was auf einen möglichen Zusammenhang zwischen Lebensmittelhandhabungspraktiken und im Gesundheitswesen erworbenen Infektionen hindeutet. Die Studie deutet darauf hin, dass die Kontamination verpackter Lebensmittel mit pathogenen Mikroorganismen in Verbindung mit der Exposition gegenüber Lebensmittelzusatzstoffen eine neue Herausforderung für die Infektionsprävention und das Management antimikrobieller Resistenzen im Gesundheitswesen darstellen könnte.


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